What could be? That could have been me (2026)
Ausstellungsansicht, Mehr Licht, Aargauer Kunsthaus
Mehrkanal-Videoarbeit, raumbezogene Installation.
In „What could be? That could have been me.“ filmte ich Gruppen junger Männer, die sich an Klippen treffen, um ins Wasser zu springen. Dabei entstehen Momente, in denen Mut, Konkurrenz und körperliche Selbstdarstellung zu einem Geflecht aus überspielter Schwäche und pseudo Kontrolle werden. Doch jeweils kurz vor jedem Sprung gerät diese Ordnung ins Wanken: ein Augenblick der Unsicherheit, in dem etwas Verletzliches sichtbar wird. Diese Spannung zwischen Angst und Mut, zwischen Rolle und Echtheit steht im Zentrum meiner Arbeit. Darin spiegelt sich eine allgemeine, vielleicht auch meine eigene Sehnsucht nach Mut, Überwindung und Freiheit. Die Arbeit versucht mit fragmentarischen Aufnahmen jene Stimmungen einzufangen, in denen sich die Inszenierung löst und etwas Echtes, Zartes und Unkontrolliertes spürbar wird.